Moritz war aus der gleichen Aktion, aus der auch Pauline kam.  Da es ein wenig schwierig mit der Vermittlung des 2 Jahre alten EKH Kater gestaltete, wurde ich gefragt ob ich ihn nicht noch aufnehmen könnte. Kurzerhand entschied ich mich. Er war ein Haudegen ,wie es im Buche stand. Durch ihn machten wir Bekanntschaft mit der Feuerwehr, die ihn aus dem Haus unseres Nachbarn befreite. Auch auf dem Dach mußte er seine Spaziergänge absolvieren, so das wir ihn mit der Leiter vom Dach des Nachbarn holen mußten, weil er allein nicht mehr vom Dach kam. Bei bei jedem Regentropfen kam er ins Haus und heulte solange bis ich das Handtuch nahm und ihn trocken rieb. Und das ging an manchen Abenden 5-10 mal so.Durch seine liebenswerte Art war es auch kein Problem 10 mal das Handtuch zu nehmen .Mit lautem Schnurren dankte er es mir jedes Mal. In der Nachbarschaft war er bekannt wie ein bunter Hund. Bei Jeden den den er kannte blieb er stehen und begrüßte ihn mit einem lauten Miau. Dann drehte er sich um und lief weiter. Jeder in der Nachbarschaft kannte Moritz und wußte wer Moritz war. Ich liebte ihn sehr.

Dann kam der Tag als alles nicht mehr so sein sollte , wie an jedem Tag. Es war der 22.08.2008. Moritz lag wie oft im Garten unter einem roten Ahornbaum. Ich sah ihn noch als ich den Weg fegte. Ca. 30 min später kam er schreiend durch die Katzenklappe in den Keller gekrochen. Ich war gerade beim Bügeln und hörte sein Schreien. Er schleppte sich ohne die Hinterpfoten bewegen zu können, zu mir. Sofort schaute ich ihn mir an. Er ließ alles mit sich geschehen ohne zu kratzen oder zu beissen. Ich legte ihn auf ein Brett und wir fuhren zum Tierarzt. Die Verletzungen deuteten darauf hin das er angefahren wurde innere Blutungen und schwere Verletzungen der Wirbelsäule hatte. Alles wurde für ihn getan ,er wurde intubiert, mit O² versorgt ,infundiert, Schmerzmedikation verabreicht. Röntgen konnte man ihn nicht mehr, weil es sein Allgemeinzustand nicht zulies. Nichts konnte seinen Zustand stabilisieren. Auf anraten der Tierärztin mußte ich entscheiden ob er über die Regenbogenbrücke gehn sollte.Ich blieb noch eine ganze Weile bei ihm ,verabschiedete mich von ihm und dankte ihn für die wundervollen 6 Jahre die ich mit ihm verbringen durfte. Eins kann ich allerdings nicht verstehen ,wie man ein Tier anfahren kann ohne sich um das verletzte Tier zu kümmern. Leb wohl mein kleiner Rüpel ,ich werde dich immer in meinem Herzen tragen.


Ich höre heute noch sein Schreien und wünsche dem Menschen ,der das getan hat ebenso schlimme Erlebnisse.